29. März 2017

Historisches Bern

Das IdeenSet enthält Unterrichtsmaterialien, um mit Schülerinnen und Schüler die Altstadt von Bern zu erkunden. Inhaltlich beziehen sich die Materialien auf historische Besonderheiten im unteren Teil der Altstadt. Für eine weiterführende Bearbeitung des Themas stehen ergänzende und vertiefende Materialien zur Verfügung.
Das Lehrmittel eignet sich für den Einsatz in den Klassen 3-6, Bild: PH Bern

Frühfranzösisch: Defizite im Wortschatz und beim Sprechen

Nach vier Jahren Frühfranzösisch zieht man in Baselland Bilanz zu diesem Experiment. Ein Sekundarlehrer schildert seine Einschätzung. Zu Wort kommt auch eine der Autorinnen des verwendeten Lehrmittels. Für sie ist die Kritik nicht nachvollziehbar.
Frühfranzösisch - doch kein "Passepartout"? Echo der Zeit, 28.3.

28. März 2017

Problematische Förderung der Kinder

Der Trend, die Kinder schon im frühen Alter zu fördern und für die Zukunft fit zu machen, ist übertrieben. Wir müssen akzeptieren, dass jedes Kind unterschiedliche Begabungen hat.
Förderung industrialisiert die Kindheit, NZZ, 28.3. von Oskar Jenni

Was steckt hinter dem Aufstand der Lehrer?

Ende der 1990er Jahre begann die lange Leidensgeschichte der Lehrer undder demokratischen Volksschule, als der Wirtschaftswissenschaftler, NPM-Stratege und Erziehungsdirektor des Kantons Zürich die Vermarktwirtschaftlichung der Volkschule zu einem profitorientierten Dienstleistungsbetrieb einleitete. Als erste Schritte wurden Manager (Schulleiter) und Frühenglisch eingeführt, Pädagogik und Lehrfreiheit aus den Schulzimmern verdrängt, Lehrer wurden zu Mitarbeitern und Schüler zu Klienten. Gleichzeitig führte die Kunst- und Sportschule Zürich mit dem „Wochenplan“ erstmals das „selbstgesteuerte Lernen“ ein, mit der Vision dereinst die Lehrer durch Computer ersetzen zu können.
Was steckt hinter dem Aufstand der Lehrer? Peter Aebersold, 27.3.

27. März 2017

Wichtiger Protest

Wir sammeln unser Leben lang Punkte. Der Apgar-Score beispielsweise misst Neugeborene, der Body-Mass-Index terrorisiert jeden Normalgewichtigen, das ECTS (Europäische Credit Transfer System) reduziert das Studium auf ein Sparkonto. Männer in Anzügen, die ihr Leben lang keine einzige Stunde was Anständiges geleistet haben, errechnen Modelle, wie sie an Ihnen und mir noch besser verdienen können. Sie führen ihre Daten-Schlachttage gerne unter dem Namen «Qualitätskontrolle» durch. Am liebsten natürlich bei den noch kleinen Datenpaketen, die auch unter den Begriff «Kinder» fallen. 
Wichtiger Lehrer-Protest, Blick am Abend, 27.3. von Regula Stämpfli

Mitsprache statt praxisfernes Diktat

Bürgerliche Kantonsparlamentarier fordern, Kleinklassen wieder zuzulassen. Luzi Bürkli würdigt in seinem differenzierten Leitartikel der Wochenendausgabe des BT diesen sehr vernünftigen Vorstoss, der in die richtige Richtung weist. Es ist ja wirklich nicht einzusehen, warum ein gut funktionierendes Modell wie z.B. die Einführungsklasse ohne Not abgeschafft wurde. Doch das Schulgesetz bestimmt, dass mit Ausgrenzung Schluss sein soll. Alle Kinder sollen gemeinsam beschult werden. Ich frage mich, ob ein regulärer Unterricht für alle noch ein regulärer Unterricht sein kann. Die lernschwachen Kinder haben Anrecht auf einen Schonraum, ohne den dauernden Vergleich mit den «gescheiteren» Mitschülern. Auch diese kommen zu kurz, denn eine Senkung des Niveaus für alle wird die Folge sein. Doch die Devise «dabei sein ist alles» gilt als neue Weltanschauung und die Auflösung aller Spezial- und Sonderschulen wurde weltweit propagiert. Lange Jahre habe ich selbst als schulische Heilpädagogin mit viel Herzblut den kleinen ABC-Schützen in einer damals noch existierenden Einführungsklasse, zu einem erfolgreichen Start in der Regelklasse verholfen. Es war ein Erfolgsmodell.
Mitsprache statt praxisfernes Diktat, Elisabeth Calcagnini, 27.3.

Ende des Bildungswunders

Viele Jahre lang galt Finnland als Vorbild: Gute Schulen, super Schüler. Nun bröckelt der Mythos.


 Finnland, Ende des Bildungswunders, Zeit, 23.3. von Thomas Kerstan

Lehrerverein Baselland kämpft gegen Rentenkürzungen

Der Lehrerverein Baselland kämpft vehement gegen Rentenkürzungen. Die am Mittwochabend verabschiedete Resolution ist eine Kampfansage.
LVB-Geschäftsführung Michael Weiss: "Wir wollen keine weiteren Kürzungen unserer Renten", Bild: Michael Nittnaus
Baselbieter Lehrer drohen mit Streiks, Basellandschaftliche Zeitung, 24.3. von Michael Nittnaus

Mehr Entlastung für Schaffhauser Lehrer

Schaffhauser Klassenlehrer sollen künftig deutlich mehr entlastet werden. Aktuell steht den Lehrern pro Woche eine Entlastungslektion zur Verfügung, neu sollen es zwei Lektionen sein. Das schlägt die Spezialkommission des Kantonsrats vor. Die zusätzliche Entlastung werde den Lehrern seit fünf Jahren versprochen und müsse jetzt endlich umgesetzt werden, argumentiert Kommissionspräsident Peter Scheck (SVP) im Gespräch mit Radio Munot. Die zusätzliche Klassenlehrerstunde würde den Kanton pro Jahr etwa 1,4 Millionen Franken kosten. Die Regierung verzichtete bisher aus Kostengründen auf die Entlastungsmassnahmen.
Schaffhauser Lehrer sollen entlastet werden, Radio Munot, 24.3.

Lohnkürzung für Demonstranten

Mehrere tausend Lehrerinnen und Lehrer aus dem ganzen Aargau versammelten sich am 8. November in Aarau, um gegen den von der Regierung geplanten Bildungsabbau zu protestieren. Unter den Demonstranten befanden sich auch Lehrpersonen aus Döttingen. Für diese Abwesenheit während der Unterrichtszeit haben sie inzwischen von der Schulpflege die überraschende Quittung erhalten. Den Lehrpersonen, die wegen der Teilnahme an der Kundgebung an jenem Dienstagnachmittag im November keinen Unterricht in Döttingen erteilt haben, wurden die ausgefallenen Lektionen vom Lohn abgezogen. Betroffen vom Lohnabzug sind 16 Lehrpersonen.
Lohnabzug für Lehrer - weil sie während der Schulzeit demonstriert hatten, Schweiz am Wochenende, 25.3. von Jörg Meier

Pro Kind ein Tablet

Damit ab Sommer 2018 an den Zürcher Schulen das neue Fach «Medien und Informatik» unterrichtet werden kann, braucht es auch genügend Geräte. Die Gemeinden können dabei frei entscheiden, wie sie ihre Schulzimmer ausstatten. Die Tendenz geht aber in Richtung: Für jedes Kind ein Gerät.
Auch an Zürcher Schulen gewinnt der Computer an Bedeutung, Bild: Keystone
Neues Schulfach Informatik: Für jedes Kind ein eigenes Tablet, SRF Regional, 24.3.

Noten nach Geschlecht

Eine neue Studie zeigt, wie das Geschlecht die Benotung beeinflusst. Zürich Schülerinnen, die eine Physikaufgabe gleich beantworten wie ihre männlichen Klassenkameraden, erhalten regelmässig eine schlechtere Note. Das zeigt eine Studie der ETH-Forscherin Sarah Hofer. Hofer bat Physiklehrer, in einem Online-Test eine Prüfungsantwort zu benoten. Sie legte den 780 Teilnehmern aus der Schweiz, Deutschland und Österreich eine Mechanik-Frage und die jeweils gleich formulierte - nur teilweise korrekte - fiktive Schülerantwort vor. Die eine Hälfte ging davon aus, dass sie die Antwort einer Schülerin zu benoten hätten, die andere Hälfte die eines Schülers.
Mädchen erhalten schlechte Physiknoten, Buben werdem beim Aufsatz benachteiligt, Sonntagszeitung, 26.3. von Simon Widmer

Trotz Mitgliederschwund keine Sparanstrengungen beim LCH

Der Verband der Schweizer Lehrer (LCH) bekommt den Mitgliederschwund bei den aktiven Vollzeitlehrern zu spüren. Die Erträge aus den Mitgliederbeiträgen sinken. Pensionierte Lehrer und Lehrer mit Kleinpensum, die vermehrt dem LCH beitreten, zahlen keine oder stark reduzierte Beiträge von 32 Franken pro Jahr. Der normale Jahresbeitrag liegt bei 72 Franken.
Quelle: Sonntagszeitung, 26.3. von Nadja Pastega

Widerstand gegen Lehrerverband

Mit praxisfernen Neuerungen wird der Unterricht erschwert. Nun formiert sich Widerstand – auch gegen den Lehrerverband, der sich nicht für seine Mitglieder einsetze.
Das Leiden der Lehrer, Sonntagszeitung, 26.3. von Nadja Pastega

24. März 2017

Humor kann schwierige Situationen entschärfen

An der grossen Kantonalen Schulkonferenz liessen sich fast 3000 Lehrer erklären, weshalb Humor im Klassenzimmer eine gute Sache ist. Die Humortrainerin Eva Ullmann erzählt uns, welche Witzchen in den Schulunterricht passen und welche weniger.

Eva Ullmann erklärt, warum Humor förderlich fürs Lernen ist, Bild: Alexander Preobrajenski
Diese Frau will Basler Lehern Humor beibringen, Tageswoche, 23.3. von Matthias Oppliger

Kompetenzorientierung torpediert Studierfähigkeit in Deutschland

In einem offenen Brief an Bildungspolitiker der Länder und des Bundes schlagen 130 Professoren und Mathelehrer Alarm. Viele Abiturienten, die sich z. B. für Fächer wie Wirtschaft oder Informatik einschreiben würden, seien überfordert. Die Absender des Brandbriefes fordern daher entsprechende Maßnahmen an Schulen.
Trotz guter Noten - Viele Abiturienten für Uni ungeeignet, Welt, 22.3. 

23. März 2017

Baselbieter Lehrer befürchten Einbussen bei der Pensionskasse und drohen mit Kampfmassnahmen

Es rumort in der Baselbieter Bildungslandschaft. Nun hat die Lehrerschaft angekündigt, notfalls auf die Barrikaden zu steigen, wenn ihre Forderungen an die Regierung nicht erfüllt werden.


Kampfmassnahmen werden ins Auge gefasst, Bild: Hans-Jörg Walter
Baselbieter Lehrer drohen Regierung mit "Kampfmassnahmen", Tageswoche, 23.3. von Gabriel Brönnimann

Berner Lohnrückstände sollen abgebaut werden

Damit will der Grosse Rat sicherstellen, dass man keine guten Lehrkräfte an besser zahlende Nachbarkantone verliert.
Berner Lehrer an einer Demo im Jahr 2013, Bild: Adrian Moser
Berner Kantonsparlament will Lehrerlöhne weiter erhöhen, Bund, 22.3.

Basler Lehrer wollen keine Leistungstests mehr

Eine Mehrheit der Lehrer des Kantons Basel-Stadt will keine Leistungschecks an den Volksschulen mehr. Die Kantonale Schulkonferenz (KSBS) hat am Mittwoch eine entsprechende Resolution verabschiedet.
Lehrer gegen Leistungschecks, Basler Zeitung, 22.3.

Mit Fremdsprachendidaktik 100 Millionen in den Sand gesetzt

2012 wurden "Mille feuilles" und "New World" als neue Lehrmittel vorbehaltlos in den Primarschulen der an die Westschweiz grenzenden Kantone obligatorisch eingesetzt. Dieses "Passepartout"-Projekt geriet schnell in zunehmende Kritik trotz Ergänzungen und einer völlig überrissenen "mini-grammaire" mit Hinweisen zu 40 (!) Sprachen. Nach vier Jahren liegen nun die Ergebnisse von zwei fundierten Umfragen vor (Solothurn und Baselland/Sek.: "Clin d'oeil"). Sie zeigen mit aller Deutlichkeit, dass diese untauglichen Lehrmittel den heutigen Anforderungen nicht genügen. 
Zurück zu Mass und Vernunft ist überfällig, Solothurner Zeitung, 23.3. Leserbrief von Peter Loretz

22. März 2017

Was macht eine gute Schule aus?

Diese grundlegende pädagogische Frage stellen sich Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen und finden gut begründete Antworten. Letzten Herbst hörte ich innerhalb einer Woche von drei Referenten aus ihrem je unterschiedlichen Blickwinkel überzeugende Antworten. Theoretisch wäre die Frage also geklärt. Doch fragt man sich einigermassen irritiert, warum sich die Schulentwicklung im 21. Jahrhundert nicht nach diesen klaren pädagogischen und erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen richtet, sondern Kinder als Humankapital betrachtet, das in der globalisierten Welt funktionieren soll.
Was macht eine gute Schule aus? 22.3. von Elisabeth Calcagnini

Verbreitete Skepsis gegenüber Lehrplan 21

Was bedeutet der Lehrplan 21 für den modernen Schulbetrieb? Um dies zu diskutieren, lud am Montag die Standortförderung Zimmerberg-Sihltal zur 7. Bildungskonferenz im Gottlieb Duttweiler Institut in Rüschlikon.
Anders als im Kanton Zürich, wo der Lehrplan 21 auf den verschiedenen Schulstufen von 2018 bis 2020 in Kraft treten wird, ist er es im Kanton Basel-Stadt bereits seit Sommer 2015. Regina Kuratle, Projektleiterin zur Einführung des Lehrplans 21 in Basel-Stadt, erläuterte, dass eine Übergangsphase bis 2021 bestünde. In dieser Zeit stehe es den Schulleitungen frei, selber zu entscheiden, wann sie den neuen Lehrplan einführen wollten. Obschon sie dem Lehrplan 21 grundsätzlich sehr positiv gesinnt sei, räumte sie im Zusammenhang mit leistungsschwachen Kindern auch Schwierigkeiten ein: «10 bis 15 Prozent der Kinder erreichen die Lernziele nicht», sagte sie. Der Lehrplan 21 sehe aber vor, dass die Kinder in ihrem eigenen Tempo die notwendigen Kompetenzen erwerben könnten. Zudem könne der Unterricht differenziert und individualisiert werden, so dass auf alle Kinder eingegangen werden könne.
Der Lehrplan 21 spaltet die Gemüter: Georges Pasquier, Regina Kuratle, Moderatorin Cornelia Kazis und Roland Reichenbach (von links) am Podiumsgespräch, Bild: André Springer
Fördert oder überfordert: der Lehrplan 21, Zürichsee Zeitung, 21.3. von Marianne Bolt

Überhör keinen Baum und kein Wasser

Mit diesem Text erreichte der Autor Sigi Amstutz den 1. Platz beim 11. «Bund»-Essaywettbewerb.
Der Sieger des Essaypreises Sigi Amstutz, Bild: Adrian Moser
Überhör keinen Baum und kein Wasser, Bund, 21.3. von Sigi Amstutz

21. März 2017

Wolter erklärt Deutschen das Gymnasium

"Zu dumm fürs Gymnasium?" steht über dem Artikel, schon in den ersten Sätzen fließen Tränen. Die zwölfjährige Felicia hat gerade erfahren, dass sie nicht aufs Gymnasium kommen wird, die wochenlange Vorbereitung für die Aufnahmeprüfung war umsonst. Alles bricht in diesem Moment zusammen. Aber nicht nur für Felicia. Auch ihre Mutter, die wie sie aus Deutschland kommt, sinkt auf einen Stuhl und beginnt zu weinen.
Ab der siebten Klasse in sechs Jahren zur Matura, Bild: Nino Gloor
In der Schweiz gehen nur die Besten aufs Gymnasium, Süddeutsche Zeitung, 21.3. von Charlotte Theile

Baselbiet streicht Lehrerstellen

Für das Schuljahr 2017/18 haben die Baselbieter Behörden die 7852 gemeldeten Sekundarschüler auf 404 Klassen verteilt. Das sind 11 Klassen weniger als im Vorjahr, was 15 Lehrer-Vollstellen spart. 80 Schüler werden dabei einem benachbarten Schulstandort zugeteilt.
Baselbiet spart 15 Lehrerstellen, Basler Zeitung, 21.3.