Zehn beste Bildungsblogs 2016

Zehn beste Bildungsblogs 2016
"Zehn beste Bildungsblogs für 2016". Auswahl von Exam Time

Die 10 beliebtesten Posts des Jahres 2015

Die 10 beliebtesten Posts des Jahres 2015
Cambridge University Press ELT

Agilience Einstufung Juli 2016

Agilience Einstufung Juli 2016

23. Januar 2017

Instrumentelle Vernunft reicht nicht

Der Gastkommentator Toni Stadler bewundert die vom Konfuzianismusgeprägten Bildungssysteme Ostasiens, die davon ausgehen, «dass das Universum,die Welt und der Mensch rational verstanden werden können». Einverstanden, doch zum rationalen Verstehen von Mensch und Welt gehört auch die Kenntnis der Grenzen des rational Verstehbaren. Jenseits dieser Grenzen beginnt das Reich der «Sinngebung», das Reich der Bewältigung der endlichen Existenz durch Phantasie und Chaos, durch Kunst, Kultur, Religion. Und diese «Sinngebung» ist in den Kategorien von Ranking und Ratio wohl kaum formulierbar. «Fleiss, Disziplin und Leistung», wie Stadler sie einfordert, mögen zwar wichtig sein, um in unserer Gesellschaft Karriere zu machen, doch für die Anforderungen eines gelungenen Lebens reichen sie nicht aus.
Gegen die Ökonomisierung von Bildung, NZZ, 23.1. Leserbrief von Willi Bühler

Neue Lehrmittel für Obwalden

Obwaldner Schülerinnen und Schüler werden künftig die Geschichte von Bruder Klaus und das Weisse Buch von Sarnen als Pflichtstoff behandeln. Das Bildungs- und Kulturdepartement hat darum zwei neue Lehrmittel herausgegeben. Die Hefte rücken die Entstehung der Eidgenossenschaft ins Zentrum.
Die beiden neuen Obwaldner Lehrmittel, Bild: Kanton OW
"Bruder Klaus" wird zum Pflichtstoff in Obwaldner Volksschulen, SRF Regional, 20.1.

Kindergärtnerinnen warnen vor zu frühen Einschulungen

Wegen der Harmonisierung der Volksschule werden Kinder im Kanton Zürich künftig früher eingeschult – zum Teil zu früh, warnen Kindergärtnerinnen. Sie raten Eltern, unreife Kinder im Zweifelsfall noch ein Jahr daheim zu behalten.

Kinder im Kindergarten werden immer jünger, Bild: Marianne Bosshard
Kindergärtnerinnen warnen vor zu frühen Einschulungen, Landbote, 23.1. von Mirjam Fonti

Luzerner Abstimmung über Fremdsprachen-Initiative im September möglich

Der sogenannte Sprachenstreit ist längst ein schweizweites Politikum. Im Kern geht es darum, ob weiterhin sowohl Französisch als auch Englisch auf der Primar­stufe unterrichtet werden sollen. Gerade in Bezug auf das Frühfranzösisch wurde die Debatte bisweilen sehr polemisch geführt. Manche sehen dabei nichts Geringeres als den «nationalen Zusammenhalt» gefährdet. 
Auch im Kanton Luzern wird seit Jahren über den Fremdsprachenunterricht diskutiert. Grund dafür ist eine Volksinitiative, die im Jahr 2014 mit über 7000 Unterschriften (4000 wären nötig gewesen) zu Stande kam. An der kommenden Kantonsratssession vom 30. und 31. Januar berät der Luzerner Kantonsrat die Initiative «Eine Fremdsprache auf der Primarstufe».
Der Fremdsprachenstreit wird jetzt ausgetragen, Luzerner Zeitung, 23.1. von Ismail Osman

22. Januar 2017

Administrationstool als Überwachungsinstrument

Schwänzen ist nicht mehr und Mama und Papa wissen nun alles. Was für Pädagogen, die besser Polizisten hätten werden sollen und für Helikoptereltern nach einer guten Nachricht klingt, ist eigentlich himmeltraurig.
Ein neues Werkzeug zum Petzen, Basellandschaftliche Zeitung, 21.1. Kommentar von Anna Jungen

Frustrationstoleranz

Sind Vorschulkinder heute gescheiter als früher? Viele von ihnen können schon Sätzchen lesen, bis auf 100 zählen, Geige spielen oder sich auf Englisch unterhalten. Doch dahinter steckt nicht Klugheit, sondern eine intensivere Förderung.
Frühförderung ist in. Die Vielfalt an Angeboten ist riesig, die Nachfrage auch. Viele Kinder sind jedoch emotional retardiert. Misserfolge ertragen sie kaum, in der Schule warten, bis sie an der Reihe sind, funktioniert nicht, und mit Kritik der Lehrperson kommen sie schlecht zurecht. Zu Hause ist es ähnlich: Tisch decken oder Hamster füttern? Keine Lust. Werden sie dazu angehalten, reklamieren sie dauernd. Mit anderen Kindern spielen sie zwar gerne, aber nur, solange alles nach ihrem Wunsch läuft. Andernfalls reagieren sie beleidigt oder mit Wutanfällen. Ihre Psyche ist in einem permanenten Überforderungszustand.
Ich will - und zwar jetzt! Aargauer Zeitung, 16.1. von Margrit Stamm

20. Januar 2017

Sitzstreiks sind Kollektivstrafen

An Schweizer Schulen werden neuerdings «Sitzstreiks» als Disziplinarmassnahme eingesetzt. Die Methode, die nach Gandhi und Kuschelpädagogik klingt, ist nichts anderes als eine Kollektivstrafe, wie man sie aus dem Militär kennt. 
Lehrer erpressen Schüler, Weltwoche, 19.1. von Allan Guggenbühl

Kein Lehrplan 21 der Beliebigkeit

Man erinnert sich: Hauptsächlich damit Familien und insbesondere die betroffenen Kinder bei einem Kantonswechsel den Anschluss in der Schule besser finden können sollten, wurde vor Jahren die landesweite Vereinheitlichung des Schuljahresbeginns beschlossen. Diesem Ziel dienten auch einige Anpassungen in den kantonalen Lehrplänen, wodurch sich die jeweiligen Jahresprogramme und konkreten Lernziele weiter zeitlich gegenseitig annäherten (Beispiel Kanton Zürich: Im Fach Mathematik wurden in den Neunzigerjahren die dreijährigen Stufenziele in stoffliche Jahresziele umgewandelt.) Durch diese Harmonisierungsmassnahmen konnten die vielen strukturellen Unterschiede und Hürden rund um die Schule über alle Kantonsgrenzen hinweg deutlich abgebaut werden, ohne die kantonalen Bildungshoheiten zu verletzen.
Kein Lehrplan 21 der Beliebigkeit, 19.1. von Kurt Scherrer

19. Januar 2017

Hilfslehrer Youtube

Physikformeln, Vektorgeometrie und Geschichtsaufgaben – die Lösung finden Schüler heutzutage in Tutorials. Youtube sei oft sogar der bessere Lehrer, sagen sie. Schüler, die während der Stunde dem Lehrer nicht folgen konnten, den Stoff nicht verstanden oder eine Lektion verpassten, hatten früher keine grosse Wahl: Entweder ein Mitschüler erbarmte sich und erklärte ihnen das Problem. Oder sie mussten sich einen Nachhilfelehrer suchen. Heute haben sie eine dritte Option und diese bietet ihnen eine schier unendliche Auswahl an Hilfestellungen: Youtube.

Wieso kommen Kinder krank zur Schule?

Muss das Kind daheimbleiben? Zahlreiche Eltern haben sich diese Frage wohl gerade heut Morgen gestellt. Soll das Kind wirklich in die Kita, den Kindergarten, die Schule? Es wirkte angeschlagen, hustete … Also den Fiebermesser in die Achselhöhle des Kindes schieben und hoffen, dass die Temperatur normal ist. Kurz darauf der Thermometer-Check: Erleichterung. Kein Fieber. Zum Mann oder zur Frau: «Dann lass es uns versuchen, Schatz.» Und zum Kind: «Also Liebes, dir geht es zwar nicht so gut, aber Fieber hast du keines. Du gehst heute Morgen zur Schule, ok? Dann sehen wir weiter. Wenn es dir am Mittag nicht besser geht, dann kommst du heim, oder es holt dich jemand von uns ab, gell.»
Problem für vier Stunden gelöst. Vielleicht. Hoffentlich.
Eltern können für die Pflege ihrer Kinder bezahlten Urlaub fordern, Bild: iStock
Schule? Nein, Bettruhe! Tages Anzeiger, 19.1. Mamablog von Gabriela Braun

Gesellschaftliche Erwartungen bestimmen die Schule

Turnen aus militärischen Gründen, Werken wegen Wirtschaftskrisen und das Lernen von Fremdsprachen aus ökonomischen Überlegungen heraus: Eine Studie zeigt, dass die Gestaltung der Schule der letzten 150 Jahre ein Abbild gesellschaftlicher Erwartungen darstellt.
Schulinhalte widerspiegeln gesellschaftliche Erwartungen, Aargauer Zeitung, 19.1.

Aargauer Lehrer bevorzugen Jahresziele und lehnen Sammelfächer ab

In den Kantonen SO/AG haben gemäss einem Bericht der Solothurner Zeitung Umfragen bei den Lehrpersonen zum LP21 stattgefunden. Während in SO nur über die Frage „Werden Sie die Volksinitiative „Ja zu einer guten Volksschule – ohne Lehrplan 21“ mit ja oder nein beantworten (70 % nein) konnten, wurde im Aargau differenzierter gefragt. Die Resultate sind brisant: 67% bevorzugen Jahresziele, nur 14% lehnen sie ab. 58% lehnen Sammelfächer an der Oberstufe ab, nur 28% sind dafür. 67 % lehnen selbstorganisertes Lernen (SOL) ab, 21% befürworten es.
Umfragen zum Lehrplan 21 in Kantonen Aargau und Solothurn, soaktuell, 17.1. Leserbrief von Nicole Hirt

Ballung geschlechtsneutraler Formen und die Unterdrückung des Konjunktivs

Liederlichkeit in der Grammatik ist ein Ärgernis, gewiss. Doch wie steht es mit Sprachmoden wie der Ballung geschlechtsneutraler Formen und gedankenlos nachgeäfften Anglizismen? Die sind oft noch schlimmer – und noch schwerer aufzuhalten. 
Rumoren in der Wörter-Waschmaschine, NZZ, 19.1. von Urs Bühler

18. Januar 2017

Bildungsbremse Lehrplan 21

Der Lehrplan 21 sei alles andere als ein Beitrag zur Harmonisierung der Schullandschaft: So lassen die Gegner keinen guten Faden an den Befürworter-Argumenten.
Gegner kontern: "Der Lehrplan 21 ist eine Bildungsbremse", Solothurner Zeitung, 18.1.

Luzerner Kommission nur knapp gegen Fremdsprachen-Initiative

Die Luzerner Kommission Erziehung, Bildung und Kultur des Kantonsrates (EBKK) hat sich mit knapper Mehrheit gegen die Fremdsprachen-Initiative ausgesprochen. Sie will damit verhindern, dass Luzern durch einen Alleingang zu einer «Spracheninsel» wird.
Kommission gegen Fremdsprachen-Initiative, Zuger Zeitung, 18.1.

St. Gallen will Akzeptanz des Primarfranz verbessern

Im Februar 2014 wurde im Kantonsrat ein parteiübergreifender Vorstoss eingereicht: Vertreter von CVP, FDP, GLP, SP und SVP verlangten Auskünfte über die praktischen Erfahrungen mit dem Unterricht von zwei Fremdsprachen in der Primarschule.
Französischunterricht soll Primarschulfach bleiben, St. Galler Tagblatt, 18.1.

Roca vs. Abbassi

Beim Thema Lehrplan 21 gehen die Emotionen hoch. Die Initiative "Ja zu einer guten Bildung – Nein zum Lehrplan 21" will den Lehrplan im Aargau verhindern. Gefährden die Initianten damit den Erfolg an den Schulen und verhindert eine schweizweite Harmonisiereung oder ist der Lehrplan 21 wirklich ein völlig unnötiger Eingriff in den Schulablauf? Im TalkTäglich stehen sich zwei Lehrerinnen gegenüber, die komplett unterschiedlicher Meinung sind. 

Steiner setzt auf Lehrplan 21 und Fremdsprachenkonzept

Ein Basler geht, eine Zürcherin kommt: Silvia Steiner übernimmt als erste Zürcherin seit Alfred Gilgen das Präsidium der Erziehungsdirektorenkonferenz. Sie setzt auf Konsens, aber auch auf den Lehrplan 21 und zwei Fremdsprachen auf Primarstufe.
"Ich bin eine überzeugte Föderalistin", NZZ, 18.1. von Marc Tribelhorn und Walter Bernet

17. Januar 2017

Organisationsfähigkeit ersetzt Ordnungssinn

Der Aufruhr war gross, als das Dokument vor rund einem Jahr an dieÖffentlichkeit gelangte: Der bernische Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) wolle künftig im Schulzeugnis Charaktereigenschaften der Kinder bewerten, hiess es. Das sei «inakzeptabel», sagten Kritiker. Beim Papier handelte es sich um einen Entwurf des Bewertungsbogens, der den heutigen Abschnitt «Arbeits- und Lernverhalten» im Schulzeugnis ersetzen soll. Darin kamen auch Punkte wie Pünktlichkeit, Höflichkeit und Umgangsformen, Ordnungssinn oder «Umgang mit Vielfalt» vor.
Bernhard Pulver: Elterngespräch erhält höheren Stellenwert. Bild: Adrian Moser
Pulver entschärft Bewertungsbogen weiter, Bund, 17.1. von Adrian Moser

Neue Berner Zeugnisse

Seine Vorschläge für eine vereinfachte Schülerbeurteilung im Rahmen des Lehrplan 21 seien auf ein positives Echo gestossen, sagt Erziehungsdirektor Bernhard Pulver. Daher legt er nun die definitiven Regelungen vor.
Kanton Bern vereinfacht Schulzeugnisse, SRF Regional, 17.1.

Film als Schulfach

Film als Schulstoff wird immer dringender. Doch das Thema zwischen Bildungspolitik und Kulturförderung droht aus dem Raster zu fallen.
Soll Film ein Schulfach werden? Schweiz am Sonntag, 16.1. von Lory Roebuck

EDK plant 'Good Practice'-Bericht zum Sprachenunterricht

Das aktuelle Tätigkeitsprogramm der EDK für die Programmperiode bis 2019 steht im Zeichen der Konsolidierung. Die Kantone haben in den vergangenen Jahren wichtige Instrumente für die Bildungskooperation geschaffen. In den kommenden Jahren soll in erster Linie an der Umsetzung der bereits vereinbarten Lösungen gearbeitet werden.
Konsolidierung bei der interkantonalen Bildungszusammenarbeit, Pressestelle EDK, 17.1.

16. Januar 2017

Goethe oder Google?

«Pisa» heisst das Stichwort für das angebliche Versagen unseres Schulsystems, zumindest was das Lesen, das heisst das Textverständnis, der Schüler betrifft. Die Studie über die Basis-Kompetenzen unserer Schüler im internationalen Vergleich misst die Lesefähigkeit anhand von Gebrauchstexten – eine Voraussetzung dessen, was man gemeinhin unter «Bildung» versteht. Die Studie löst immer wieder eine breite, mitunter heftig geführte Diskussion über Sinn und Unsinn der traditionellen Bildung aus. Dabei stehen sich zwei Auffassungen diametral gegenüber: eine ältere Auffassung, welche die Bedeutung der humanistischen Bildung betont und gleichzeitig die Gefährdung traditioneller Lerninhalte beklagt, und eine neuere Auffassung, wonach sich die Bildung an ihrem praktischen Nutzen messen lassen muss. Die Vertreter der letzteren gehen teilweise so weit, dass sie nicht nur Griechisch, Latein und Goethes «Faust» im Gymnasium für überflüssig halten, sondern selbst den traditionellen Mathematikunterricht. Nach ihnen hat die Schule ganz allgemein zum Ziel, die Schüler auf ein erfolgreiches berufliches Leben vorzubereiten.
Goethe oder Google: Wer erklärt die Welt? Thurgauer Zeitung, 16.1. von Mario Andreotti

Brisanter St. Galler Bericht zu Fremdsprachen

Der Kanton St. Gallen legt einen erstaunlichen Bericht zur Fremdsprachenproblematik vor. Er tut dies am 20. Dezember, nach kurz nach der wichtigen Harmos-Ausstiegsinitiative vom 25. September. Grund für den Bericht war ein Auftrag des Grossen Rates an die Regierung vom 24. Februar 2014. Diese sollte umfassend Bericht über die Einführung der zweiten Fremdsprache auf der Primarschule erstatten und dabei insbesondere die praktischen Erfahrungen miteinbeziehen, um Klarheit bezüglich Fortsetzung des Fremdsprachenkonzepts zu schaffen. 

Die St. Galler Regierung tut dies unter anderem mit einer Umfrage bei den Schulträgern, Schulleitungen, Lehrpersonen und Eltern. Empirisch bezieht man sich grösstenteils auf die vom Institut für Mehrsprachigkeit der Universität Fribourg untersuchten Fremdsprachenkompetenzen in den Zentralschweizer KantonenDer Bericht enthält brisante Aussagen zum Fremdsprachenunterricht. (uk)
Fremdsprachen in der Volksschule, Bericht der Regierung, Kanton St. Gallen 20.12. 

Wahlfach Latein unter Druck

In einem Postulat des Aargauer Grossrats Markus Lang (GLP) wird die Lockerung der Mindestzahl für das Wahlfach Latein an Bezirksschulen gefordert.
Kanton Aargau, Grosser Rat, 6.12.