Zehn beste Bildungsblogs 2016

Zehn beste Bildungsblogs 2016
"Zehn beste Bildungsblogs für 2016". Auswahl von Exam Time

Die 10 beliebtesten Posts des Jahres 2015

Die 10 beliebtesten Posts des Jahres 2015
Cambridge University Press ELT

Agilience Einstufung Juli 2016

Agilience Einstufung Juli 2016

29. August 2016

Mut zur Abschaffung der Hausaufgaben

In den Köpfen der meisten Menschen gehören sie zur Schule wie das Schrillen der Pausenglocke und die Wandtafel – Hausaufgaben. Weil sie in der Familie «zu viel Zoff» verursachen, sollen sie nun abgeschafft werden. Zumindest, wenn es nach den Schulleitungen der deutschen Schweiz geht. Das berichtete gestern die Zeitung «Schweiz am Sonntag». Lisa Lehner ist Vizepräsidentin des Schweizerischen Schulleiterverbands und sagt: «Eltern können heute nicht immer mehr Zeit aufwenden, den Stoff mit ihren Sprösslingen durchzugehen.» Ihr Kollege Bernhard Gertsch, der Präsident des Verbandes, macht sich Sorgen um die Chancengleichheit. Durch die Verlagerung schulischer Aufgaben an das Elternhaus wachse die Kluft zwischen den Kindern, die aufgrund ihrer Herkunft nicht gleich günstige Voraussetzungen mitbringen.
Heilige Kuh der Volksschule, NZZ, 29.8. Kommentar von Seraina Kobler

28. August 2016

Integration von Flüchtlingskindern

Das neue Schuljahr beginnt. Auch für 10‘000 Flüchtlingskinder, die in der Schweiz leben. Es sind so viele wie seit dem Kosovo-Krieg in den 90er-Jahren nicht mehr. Viele Flüchtlingskinder kommen aus fremden Kulturen. Eine immense Herausforderung für die Schulen, oft auch eine Überforderung.
Flüchtlingskinder in der Schule, SRF, 27.8. von Susy Schär

Weniger Lektionen, weniger Pensen, weniger Lohn

Der Aargauer Lehrerinnen- und Lehrerverbands (alv) kritisiert die neusten geplanten Sparmassnahmen. Präsidentin Elisabeth Abbassi warnt vor der Aushöhlung des Bildungssystems und gibt sich kämpferisch.
Elisabeth Abassi kritisiert, dass für eine Klasse nur noch 25 oder 26 Lektionen zu unterrichten sind bei einem Vollpensum von 28 Lektionen, Bild: Mario Heller
Drastische Folge des neuen Sparpakets: Primarlehrer wird ein Teilzeitberuf, Aargauer Zeitung, 26.8. von Jörg Meier

Kölliker: "Wir haben eine ausgezeichnete Volksschule"

Statt Dutzende Stuhlreihen im grossen Kreuz-Saal reichten ein paar Holztische im Freien: Nur ein Dutzend Leute wollte Regierungsrat Stefan Köllikers Ausführungen zum Harmos-Konkordat hören.

Der St. Galler Erziehungschef Kölliker setzt sich für den Verbleib bei Harmos ein, Bild: Keystone
Köllikers Loblied auf die Schule verhallt fast ungehört, Zürichsee Zeitung, 27.8. von Elvira Jäger

Hausaufgaben für die Eltern

Eine Mutter sitzt fast jeden Tag eine Stunde mit ihrem Kind, einem Primarschüler, über den Hausaufgaben. Eine andere erzählt, ihr Sohn habe in der dritten Klasse einen Vortrag über das Pferd vorbereiten müssen, Redezeit: zwanzig Minuten. Sie liess ihn machen. ­Irgendwann fragte sie nach. Abgesehen von ­einem komplizierten Wikipedia-Text über ­Urpferde hatte er nichts. Sie sprach mit anderen Müttern: «Weisch, wir machen einen Wettbewerb», bekam sie zu hören, und: «Ich habe ein Buch gekauft», «Ich habe ein Video gedreht». Da griff sie ebenfalls ein und filmte ­ihren Sohn beim Reiten.
Papas toller Vortrag, Weltwoche 34/2016 von Daniela Niederberger

Schulleiter wollen Hausaufgaben abschaffen

Weil sich Eltern und Kinder oft wegen den Hausaufgaben streiten, sollen diese nun abgeschafft werden. Weiter wird die Chancengleichheit als Argument gegen die Hausaufgaben genannt.
Zu viel Zoff zu Hause: Schulleiter wollen Hausaufgaben abschaffen, Schweiz am Sonntag, 28.8. von Yannick Nock

Auf den Hund gekommen

«Wenn ich traurig bin, tröstet mich Yoshi», sagt Anna*. «Manchmal kommt er zu mir, und ich kann ihn streicheln.» Das Mädchen aus der sechsten Klasse von Lehrerin Sandra Bucher spricht freimütig über ihre Gefühle, wenn es um den Schulhund geht. Auch Beni, ein Knabe mit Tendenz zu unkontrolliert aggressivem Verhalten, wird sanft, wenn er schildert, wie ihn Yoshi einmal aus der WC-Kabine lockte, in die er sich im Ärger eingeschlossen hatte. «Er hat den Ball unter der Türe durch geschubst, weil er mit mir spielen wollte.» Und besonders toll findet Lena, «wenn wir in der Turnstunde mit Yoshi im Wald spielen gehen».
Yoshi bringt Ruhe in die Klasse, NZZaS, 28.8. von René Donzé

26. August 2016

Buschor und Reynard zum Französischunterricht

Wann hatten Sie zuletzt Schwierigkeiten, sich auf Deutsch oder Französisch auszudrücken?
Mathias Reynard: Das war bei meiner Eröffnungsrede im Nationalrat 2011. Mein Deutsch war damals sehr schlecht. Für mich war das ein Schlüsselmoment: Ich habe realisiert, dass ich die Sprache unbedingt besser lernen muss. Das habe ich dann auch gemacht.
Ernst Buschor: Bei mir war das kürzlich während eines Interviews mit einem Westschweizer Radio. Ich konnte nicht rasch sprechen und musste nach Worten suchen. Früher war mein Französisch viel besser, weil ich zwei Jahre in Frankreich gelebt hatte.
 
Buschor ist Co-Präsident des Forums Bildung. Reynard ist Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK). Bilder: Raffael Waldner
"Wir müssen eine Grenze ziehen", Tages Anzeiger, 26.8. von Raphaela Birrer und Salome Müller

25. August 2016

Reaktionen zum AdL-Entscheid

Wie ein Lauffeuer ging die Nachricht am Dienstag durchs Dorf: Zumikon kehrt aufs nächste Schuljahr zu Jahrgangsklassen zurück. Dass Viertklässler in ein und derselben Schulstunde Englisch lernen, während ihre ein und zwei Jahre älteren Klassenkameraden sich Mathematikaufgaben widmen, wird dann der Vergangenheit angehören.
Am Boden der Tatsachen angekommen, das altersdurchmischte Lernen in Zumikon wird aufgelöst, Bild: Reto Schneider
Skepsis und Freude nach Entscheid der Zumiker Schulpflege, Zürichsee-Zeitung, 25.8. von Anna Six

24. August 2016

Zumikon stoppt altersdurchmischtes Lernen

Nach jahrelangen Querelen mit Teilen der Elternschaft gibt die Schulpflege das Modell des altersdurchmischten Lernens auf.
Die Schule Zumikon kehrt zu Jahrgangsklassen zurück, NZZ, 24.8. von Walter Bernet

Bildung braucht Beziehung

Allen Reformen zum Trotz: Die Lehrer-Schüler-Beziehung bleibt die unhintergehbare Bedingung für gute Lebensperspektiven der Schüler.
Bildung braucht Beziehung, www.journal21.ch, 24.8. von Carl Bossard

23. August 2016

Politik-Verbot für Lehrer gefordert

Seit sechs Jahren politisiert Hanspeter Weibel (SVP) im Baselbieter Landrat. Von Anfang an habe ihn gestört, dass es Parlamentarier gebe, die mitdiskutieren, abstimmen und gleichzeitig von einem Entscheid des Landrats betroffen seien. Aufgefallen sei ihm dies bei der milliardenteuren Sanierung der kantonalen Pensionskasse. «Da hat die Hälfte des Landrats über die Leistungen der eigenen Pensionskasse oder jener eines Familienmitglieds abgestimmt. Ich finde: Eine solche direkte Betroffenheit stellt ein Problem dar.»
Sollen Baselbieter Lehrer politisieren dürfen? SRF Regional, 23.8. von Patrick Künzle

Pichard über die Schule und das Leben

Er ist Lehrer aus Leidenschaft, und das seit vierzig Jahren. Der 61-jährige Bieler Oberstufenlehrer im Gespräch über renitente Eltern, verweigerte Handschläge und ein Leben ohne Matur ohne gravierende Spätfolgen. 
Pichard: Lesen und Schreiben, lesen und schreiben. Bild: SRF

Ist Bildungsraum Nordwest am Ende?

Der Kanton Aargau verschiebt den Entscheid zu den Fremdsprachen an der Primarschule.
Vorläufig kein Frühfranzösisch, Basler Zeitung, 23.8. von Thomas Dähler

22. August 2016

Französisch im Wandel der Zeiten

Die Deutschschweiz streitet über den Französisch-Unterricht. Umstritten war der schon immer. Einfach aus anderen Gründen. Ein Blick zurück.
Französisch macht dumm! bz Basel, 6.8. von Benno Tuchschmid

St. Galler Regierung gegen Harmos-Austritt

Die Bundesverfassung verpflichtet die Kantone seit dem Jahr 2006, die Schule in den wichtigsten Eckpunkten zu harmonisieren. Auslöser dafür ist eine Abstimmung, bei welcher 86 Prozent der Schweizer Stimmberechtigten ein Ja in die Urne legten.
Regierung hält an Harmos-Konkordat fest, SRF Regional, 22.8.

Schüler schlichten Streit

Selbstständigkeit, Pünktlichkeit oder Konfliktfähigkeit: Mit der Einführung des Lehrplans 21 erhalten persönliche Eigenschaften der Schüler einen höheren Stellenwert. Doch wie sollen diese kaum messbaren «personalen und sozialen Kompetenzen» der Kinder bewertet werden? Und wie können Schüler, die in diesen «Disziplinen» schlecht abschneiden, solche Kompetenzen üben?
Ältere Kinder beraten jüngere, Bild: Tanja Demarmels
Wenn Lehrer Schüler zu Hilfe rufen, Tages Anzeiger, 22.8. von Anja Burri

21. August 2016

Lino und die Zahlen

Als ich Lino kennenlernte, hatte er mit der zweiten Klasse bereits begonnen. Man sagte mir, dass er in der Mathematik sehr schlecht sei und dass er dort, wo Unsinn veranstaltet wird, anzutreffen sei. Beides stellte sich als zutreffend heraus. Bald fiel mir aber auf, dass Lino auch feinfühlig und sehr witzig ist. Ich unterrichte sehr gerne Mathematik. Im ersten Schuljahr lösen die Kinder Aufgaben im Zahlenraum bis 20. Am Ende des Jahres beschäftigen sie sich mit Aufgaben wie 19+3 oder 15–9. Diese Aufgaben beinhalten den Zehnerübergang, welcher für den  Aufbau der Mathematik sehr wichtig ist. Bei den Aufgaben der zweiten Klasse kommt der Zehnerübergang wieder vor, allerdings im Hunderterraum (59+3 oder 85–9).
Lino und die Zahlen, 17.8. von Anne Flachsmann

Pulver will nicht

Bernhard Pulver als Präsident der Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK), der alle kantonalen Bildungsdirektoren angehören: In der Westschweiz würde man dies gerne sehen. Im Sprachenstreit mit den Ostschweizer Kantonen um den Französischunterricht erhofft man sich vom kommunikativen Regierungsrat aus dem bilinguen Kanton Bern den nötigen Support. Im Frühsommer wurde Pulver aus der Westschweiz angefragt. Nun hat er sich entschieden. Anders entschieden. Der grüne Berner Regierungsrat stellt sich bei den Ersatzwahlen im Oktober nicht zur Verfügung, wie er gegenüber dem «Bund» sagt.
Tritt Pulver 2018 zurück? Bild: Bund
Pulver will nicht auf die nationale Bühne, Bund, 21.8. von Basil Weingartner

Keine Chance für Verbesserung der Lehrerbildung

Die Bemühungen im Baselbieter Parlament, die Lehrerausbildung an der Pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (PH Nordwestschweiz) zu verbessern, sind weitgehend gescheitert. Mehr als marginale Anpassungen konnten Baselbieter Parlamentarier nicht erreichen, und dies, obwohl der Landrat noch im vergangenen Frühling zusätzliche Abklärungen in Auftrag gegeben hatte.
Die PHNW nimmt nur marginale Änderungen an der Lehrerausbildung vor, Bild: Peter Schnetz
Baselbieter Aufstand bleibt erfolglos, Basler Zeitung, 18.8. von Thomas Dähler

Baselland spart mit grösseren Klassen

Das Schuljahr, das heute in den Baselbieter Sekundarschulen beginnt, steht unter dem Zeichen des Sparregimes, das die Regierung mit der Finanzstrategie 2016–2019 umsetzt. Ein Jahr nach ihrem Amtsantritt setzt Bildungsdirektorin Monica Gschwind (FDP) die 2012 vom Volk beschlossenen Richtzahlen für die Klassengrössen an den Sekundarschulen konsequent um. 413 Klassen werden im Schuljahr 2016/2017 in den insgesamt sieben Schulkreisen geführt, wie aus der Publikation des Amts für Volksschulen hervorgeht. Das sind 22 Klassen weniger als im Vorjahr. Rund die Hälfte der eingesparten Klassen geht auf das Konto des Schülerrückgangs dank dem geburtenschwachen Jahrgang, der die Primarschule im vergangenen Schuljahr verlassen hat. Über sechs Millionen Franken spart der Kanton Baselland mit der Reduktion der Anzahl Sekundarschulklassen im neuen Schuljahr ein.
22 Sekundarschulklassen weniger, Basler Zeitung, 15.8. von Thomas Dähler

Verstoss gegen Föderalismus

Als Thurgauer Grossrätin reichte ich 2003 eine Motion ein mit dem ­Begehren, es sei an der Primarschule nur Englisch anstelle von Französisch zu unterrichten. Eine Umfrage in den Schulgemeinden hatte ergeben, dass eine Fremdsprache, vorzugsweise ­Englisch, an der Primarschule genüge. Dieser Meinung waren drei Viertel der Lehrkräfte und eine grosse Mehrheit der Eltern. Den Schülern war und ist Englisch sowieso lieber als Französisch. Viele Schülerinnen und Schüler hätten bereits Mühe mit dem Fach Deutsch, abgesehen von den zahlreichen Migrantenkinder, denen zu Hause ­niemand bei den Aufgaben helfen könne. Auch das Übergewicht der Sprachfächer auf Kosten der mathematischen, handwerklichen und musischen Fächer wurde moniert.
Frühfranzösisch - eine Frechheit, Basler Zeitung, 15.8. von Marlies Mettler

Aesch beginnt später mit dem Unterricht

Eltern und Schüler forderten Mitsprache bei Einführung eines neuen Stundenplans - vergeblich.
In Aesch wollen nicht alle, dass die Schule später beginnt, Bild: Florian Bärtschinger
Lange Gesichter zu 20-ab-achti-Schule, Basler Zeitung, 13.8. von Daniel Wahl

Lehrerverein lanciert Initiativen im Herbst

Fünf Monate sind vergangen, seit die Delegierten des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland (LVB) am 16. März die Lancierung von zwei Initiativen gegen den Sparkurs bei der Volksschule beschlossen haben. Doch lanciert sind die Volksbegehren bis heute nicht. Die Geschäftsleitung muss inhaltlich nochmals über die Bücher. Schon am Tag nach der Delegiertenversammlung hatte die BaZ darauf hingewiesen, dass «unmögliche oder offensichtlich rechtswidrige Volksbegehren» gemäss Verfassung für ungültig erklärt werden müssen. Dies soll jetzt verhindert werden. «Wir werden Korrekturen vornehmen», erklärte Geschäftsleiter Michael Weiss der BaZ.
Schul-Initiativen werden mit Verspätung lanciert, Basler Zeitung, 12.8. von Thomas Dähler

"Volksabstimmung könnte verheerende Folgen haben"

Die oberste welsche Bildungsministerin kritisiert die Einmischung des Bundes im Sprachenstreit.
Die Neuenburger SP-Erziehungschefin Monika Maire-Hefti kritisiert Berset, Bild: Goran Basic
"Eine Abstimmung in der Sprachenfrage könnte verheerende Folgen haben", NZZaS, 21.8. von René Donzé